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Geschichte (1992 bis heute)


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[02] Band
[03] Merchandise
[04] Songtexte
[05] Galerie
[06] Discographie
[07] Pressestimmen


Im Frühjahr 1992 gründen drei Wiesbadener Schüler (fast alle auf der Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden Bierstadt) eine Ska-Band. Dem Ska-Fieber verfallen waren damals Andreas Winkler (Posaune), Arne Moos (Schlagzeug) und Jan Fischer (Gitarre). Schon bei der ersten Probe bekommen die drei Verstärkung von Jens Fischer (Vocals), Sebastian Prante (Saxophone) und Tim Dobler (Keyboards). Richtiges Equipment gibt es zu dieser Zeit noch nicht. So muss sich Jens zunächst ohne Mikrophon durchsetzen. Wenig später kommt auch der Schulkamerad und Bassist Christopher Sparkes hinzu und die Band wird "Somersault" (engl. Überschlag, Salto) genannt. Noch vor dem ersten Auftritt verlässt Dobler die Band und Knut Veltjens nimmt seinen Platz ein. Als Proberaum fungiert das Zimmer von Drummer Arne. Zum Glück geben sich Eltern und Nachbarn tolerant. Geld für einen Proberaum wäre ohnehin nicht da gewesen. So kommt es nicht selten vor, das Arne in Mitten des Proberaums seinen Rausch vom letzten Abend ausschläft und die anderen verzweifelt an der Glastür auf Einlass warten. Der Trompeter Kai Schoppe wird 1993 der Dritte Bläser im Bunde. Das Foto rechts oben zeigt das erste konstante LineUp der Band Somersault im Proberaum, Kaiser-Friedrich-Ring, Wiesbaden 1993. V.l.n.r.: Jan Fischer (Gitarre), Jens Fischer (Gesang), Knut Veltjens (Keyboards), Kai Schoppe (Trompete, Saxophon), sitzend Arne Moos (Schlagzeug), Sebastian Prante (Saxophon), Andreas Winkler (Posaune), Christopher Sparkes (Bass).

In Erscheinung treten die Jungs dann erstmals zwischen 1993/1994 auf Parties, Schulfesten und in regionalen Kneipen wie dem Wiesbadener Wirtshaus. Im November 1994 entsteht das erste Demo-Tape mit den Tracks "Dream Of Tomorrow" (Veltjens/Schoppe), "Bus-Stop Girl" (Veltjens), "Skalop" (Fischer/Schoppe/Prante) und "Ska-Rule" (Schoppe). Aufgenommen und gemischt in den Schoko Pro Studios in Wiesbaden.

Im Herbst 1994 können Somersault dann im zweiten Anlauf das Newcomer-Festival des Main-Taunus-Kreises gewinnen und den Sonderpreis ergattern. Eine England-Tour im April 1995 mit zwei Gigs: Half Moon Club in Tiverton und Cavern in Exeter. Trotzdem will Basser Christopher Sparkes die Band verlassen um ein eigenes Independet-Projekt voranzutreiben. In England teilen sich also Sparkes und sein Nachfolger Peter Wirth die Arbeit am Bass. Insgesamt verbringen die neun Musiker zehn Tage in dem niedlichen kleinen englischen Städtchen Tiverton, untergebracht in der Blundell´s School, einem Eliteinternat für Kinder wohlhabender Eltern. Rund um die Uhr wird gefeirt, in Doppelstockbetten Bier aus Trichtern getrunken und auf einglischem Rasen Fußball gespielt. Eine frühe Erfahrung, die ungezahlbar und unvergesslich bleiben wird. Das Foto links zeigt Somersault auf dem Sportfeld der Blundell´s School, v.l.n.r.: Andreas Winkler, Jan Fischer, Kai Schoppe, Sebastian Prante, Arne Moos, Knut Veltjens, Peter Wirth und Jens Fischer. Obwohl sich in England erste krasse Differenzen (insbesondere zwischen Drummer Arne und Keyboarder Knut) zeigen, wächst die Band enger zusammen und zurück in Deutschland werden die Konzerte häufiger.

1995 erscheint der zweite Sampler "Ska Trax - The Next Generation" des Heidelberger Heatwave Labels, auf dem auch Somersault mit den Demoaufnahmen von "Dream Of Tomorrow" und "Ska Rule" vertreten ist. Eine interessante Zusammenstellung vieler junger aufstrebender Skabands aus der Bundesrepublik. Neben Somersault mit dabei: Loaded, beNuts, Spicy Roots u.v.m.

Vom 16.-23.12.1995 begibt sich die Band dann erneut ins Studio, um die Promotion-CD "Unite?!" einzuspielen. Enthalten sind die sechs Songs "Bonehead" (Fischer), "Big Bill" (Fischer/Schoppe), "Summertime" (Veltjens/Schoppe), "Lousy Morning" (Fischer/Schoppe), "Good Old Boys" (Veltjens/Böhmer/Schoppe) und "Skalop" (s.o.). Am 17.05.1996 wird "Unite?!" im ausverkauften Wiesbadener Schlachfhof vorgestellt. Im Laufe der folgenden Jahre kann Somersault dank der stark vernetzten deutschen Ska-Szene in ganz Deutschland auftreten. Von Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Aschaffenburg, Würzburg, Marburg, Heidelberg über Heilbronn, Delitzsch, Ilsenburg, Gera, Jena, Berlin, bis Cottbus und in vielen anderen Städten setzen Somersault hessische Skaakzente. Foto links v.l.n.r.: Peter Wirth, Jens Fischer, Andreas Winkler, Kai Schoppe und Jan Fischer vor den Resten der Berliner Mauer, ein Tag vor dem Gig mit Beatbusters im Pfefferberg, Berlin 1995. Tradition ist es, kanisterweise Apfelwein von der Bühne auszuschenken - sehr zum Gefallen der Zuschauer. In besonderer Erinnerung werden sicherlich solche Konzerte bleiben, bei denen Somersault die Bühne mit so namhaften Größen wie "Burning Spear", "Laurel Aitken", "Dennis Brown", "Bad Manners", "The Hotknives", "Dr. Ring-Ding" oder "Dub Syndicate" teilen durfte. Foto rechts zeigt Somersault (Kai Schoppe, Andreas Winkler, Sebastian Prante) beim Gig mit Loaded im Heidelberger Schwimmbad Club 1995.

1997 erscheint der Sampler "My private Wiesbaden" - enthält "Bus-Stop Girl" (s.o.). Kurz später wird die CD aus rechtlichen Gründen vernichtet und darf im Handel nicht mehr verkauft werden.

Mittlerweile hat Saxophonist Prante die Band aus privaten Gründen verlassen. Erst nach einigen nicht erwähnenswerten Nachfolgern, füllt der junge Saxophonist Claus Weyrauther die Lücke und macht den Bläsersatz wieder vollständig. In dieser Besetzung wird von August bis September 1998 die erste Fulltime CD "bangarang" in M. Teskes Bazement-Studio in Strinz Trinitatis eingespielt. Die 11 Tracks sind "Who Shot Peter Tosh?", "Was Ist Passiert?", "Fruit Fresh", "Black & White Unite", "Share It", "Lächerlich", "Ska Train", "Feel Alright", "Strawberry Girl", "Mexico" und "Black & White Dub". Musikalisch hat sich Somersault inzwischen mehr in Richtung Reggae und Rocksteady entwickelt - midtempo Songs werden häufiger. Ende 2000 wird "bangarang" mit neuem Design in einer Auflage von 500 Stk erneut aufgelegt.

Über 100 Konzerte später kommen dann immer stärkere musikalische, berufliche und private Differenzen zwischen einzelnen Bandmitgliedern zum tragen. Viel zu spät trennt man sich vom cholerischen Keyboarder Veltjens - Moos will seine Freiheiten und auch Winkler verlässt Somersault und sucht sein Glück bei der Wiesbadener Ska-Combo Frau Doktor. Ab jetzt übernimmt Weyrauther Tasten und Saxophon, für Moos kommt Schlagzeuger Christian Hähnlein, Ex-Drummer der Hip-Hop/Crossover Band Lyrical Bumrush. Wenig später stößt Gitarrist Thomas Bär als Solo-Verstärkung dazu. Als Tour-Unterstützung und für den Verkauf ist Jans Jugendfreund Thorsten Feuerbach mit an Bord gekommen. Für kurze Zeit steht auch Posaunistin Katrin Schollmeyer und der bayrische Saxophonist Valentin Huber mit Somersault auf der Bühne. Mitte 2000 verlässt schließlich auch der Frontmann und Sänger Jens Fischer die Band. Spätestens jetzt ist das einstige Grundgerüst der Band nicht mehr vorhanden. Foto rechts zeigt Somersault vor einem Gig in Marburg am 29.07.2000. V.l.n.r.: Kai Schoppe, Thomas Bär, Peter Wirth, Christian Hähnlein, Valentin Huber, Katrin Schollmeyer, Claus Weyrauther und Jan Fischer.

Huber und Schollmeyer verlassen nach wenigen Monaten die Band. Als Verstärkung des Bläsersatzes kommt Posaunist Sven Hechler dazu. Höhepunkt des Umschwungs bei Somersault ist neben den zahlreichen Umbesetzungen schließlich die Trennung vom Bandnamen selbst. Bei einem sehr gelungenen Konzert im Wiesbadener Schlachthof am 31.05.2001, gibt die Band dann ihren neuen Namen preis: "Dubplate48". Und seit dem 01.06.2001 ist die Umbenennung perfekt. Die Stunden vor dem Auftritt und die auf der Bühne können sicher als ein Wechselbad der Gefühle beschrieben werden. Es folgt ein weiterer viel versprechender Gig im Hofheimer Jazzkeller, 03.06.2001. Dubplate48 sind im Juni 2001: Jan Fischer (vocals, guitar), Claus Weyrauther (keys, organ, backing voc.), Peter Wirth (bass), Thomas Bär (lead-guitar), Kai Schoppe (trumpet), Sven Hechler (trombone) und Christian Hähnlein (drums, backing voc.)

Das Repertoire entwickelt in dieser Zeit mehr und mehr in Richtung Reggae. Es entstehen Weedtunes wie "Henry The Herbalist", Fun-Reggae Tracks wie "Reggae Festival" und "Music Of Jamaica" und als Folge des Terroranschlags auf das World Trade Center am 11.09.2001 kritische Lyrics wie im Song "Terrorism". Reggae und Ska sind eben nicht immer nur gute Laune Mucke. Die Arrangements bieten jetzt auch Raum für Backing-Vocals und Dubeffekte. Deshalb verstärkt sich die Band Ende 2002 mit den Sängerinnen Silvia Ullrich und Sandra Beddegenoots. Für den Live-Sound zuständig ist jetzt Timo Willecke. Und um auch dem Bäsersatz wieder die gewünschte Stärke zu verleihen, stößt im Frühjahr 2003 Trompeter Attila Pinter zur neunköpfigen Reggae-Formation.

Am 07.02.2003 ist es dann endlich soweit: Die erste CD erscheint unter neuem Namen und die Band meldet sich zurück auf der Bildfläche. "Night In Kingston" heißt der Silberling, mit fast 74 Minuten Reggae, Ska&Co gefüllt. Somit geht ein Jahr harter Arbeit für die Band zu Ende. Im Hochsommer 2003 verlässt dann Gitarrist Bär Dubplate48. Sein Nachfolger wird der junge Gitarren-Virtuose Erik Stei.

Ende 2003 verlassen die Sängerinnen Ullrich und Beddegenoots aus beruflichen Gründen die Band. Seit Februar 2004 sind Rachel Kaiser (Wiesbaden) und die Mainzer Uta Thiel bei D48 für den Backinggesang zuständig.

Ein aktuelles Bandinfo findest Du hier.



CD "Unite?!" (1996)
6 Tracks:
:
[01] Unite?!
[02] Bonehead
[03] Big Bill
[04] Summertime
[05] Lousy Morning
[06] Good Old Boys
[07] Skalop

CD "bangarang" (1998)
11 Tracks:
:
[01] Whot Shot Peter Tosh?
[02] Was Ist Passiert?
[03] Fruit Fresh
[04] Black & White Unite
[05] Share It
[06] Lächerlich
[07] Ska Train
[08] Feel Alright
[09] Strawberry Girl
[10] Mexico
[11] Black & White Dub

CD "bangarang" (2000)
Neuauflage von 1998:
:
[01] Whot Shot Peter Tosh?
[02] Was Ist Passiert?
[03] Fruit Fresh
[04] Black & White Unite
[05] Share It
[06] Lächerlich
[07] Ska Train
[08] Feel Alright
[09] Strawberry Girl
[10] Mexico
[11] Black & White Dub

To be continued!


(Text: der Fisherman, Fotos: diverse)



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