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Im
Frühjahr 1992 gründen drei
Wiesbadener Schüler (fast alle auf der
Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden Bierstadt) eine Ska-Band.
Dem Ska-Fieber verfallen waren damals Andreas Winkler (Posaune), Arne
Moos (Schlagzeug) und Jan
Fischer (Gitarre). Schon bei der ersten Probe bekommen die
drei Verstärkung von Jens Fischer (Vocals), Sebastian Prante
(Saxophone) und Tim Dobler (Keyboards). Richtiges Equipment gibt es zu
dieser Zeit noch nicht. So muss sich Jens zunächst ohne
Mikrophon durchsetzen. Wenig später kommt auch der
Schulkamerad und Bassist Christopher Sparkes hinzu und die Band wird
"Somersault" (engl. Überschlag, Salto) genannt. Noch vor dem
ersten Auftritt verlässt Dobler die Band und Knut Veltjens
nimmt seinen Platz ein. Als Proberaum fungiert das Zimmer
von Drummer Arne. Zum Glück geben sich Eltern und
Nachbarn tolerant. Geld für einen Proberaum wäre
ohnehin nicht da gewesen. So kommt es nicht selten vor, das Arne in
Mitten des Proberaums seinen Rausch vom letzten Abend
ausschläft und die anderen verzweifelt an der Glastür
auf Einlass warten. Der Trompeter Kai
Schoppe wird 1993 der Dritte
Bläser im Bunde. Das Foto rechts oben zeigt das ers te
konstante LineUp der Band Somersault im Proberaum,
Kaiser-Friedrich-Ring, Wiesbaden 1993. V.l.n.r.: Jan Fischer
(Gitarre), Jens Fischer (Gesang), Knut Veltjens (Keyboards), Kai Schoppe (Trompete,
Saxophon), sitzend Arne Moos (Schlagzeug), Sebastian Prante (Saxophon),
Andreas Winkler (Posaune), Christopher Sparkes (Bass).
In Erscheinung treten die Jungs dann erstmals zwischen 1993/1994 auf
Parties, Schulfesten und in regionalen Kneipen wie dem Wiesbadener
Wirtshaus. Im November 1994 entsteht das erste
Demo-Tape mit den Tracks "Dream Of Tomorrow" (Veltjens/Schoppe),
"Bus-Stop Girl" (Veltjens), "Skalop" (Fischer/Schoppe/Prante) und
"Ska-Rule" (Schoppe). Aufgenommen und gemischt in den Schoko
Pro Studios in Wiesbaden.
Im Herbst 1994 können Somersault dann im zweiten Anlauf das
Newcomer-Festival des Main-Taunus-Kreises gewinnen und den Sonderpreis
ergattern. Eine England-Tour im April 1995 mit zwei
Gigs: Half Moon Club in Tiverton und Cavern in Exeter. Trotzdem will
Basser Christopher Sparkes die Band verlassen um ein eigenes
Independet-Projekt voranzutreiben. I n England teilen sich also Sparkes und sein
Nachfolger Peter Wirth
die Arbeit am Bass. Insgesamt verbringen die neun Musiker
zehn Tage in dem niedlichen kleinen englischen
Städtchen Tiverton, untergebracht in der Blundell´s
School, einem Eliteinternat für Kinder wohlhabender Eltern.
Rund um die Uhr wird gefeirt, in Doppelstockbetten Bier aus Trichtern
getrunken und auf einglischem Rasen Fußball gespielt. Eine
frühe Erfahrung, die ungezahlbar und unvergesslich bleiben
wird. Das Foto links zeigt Somersault auf dem Sportfeld der
Blundell´s School, v.l.n.r.: Andreas Winkler, Jan Fischer, Kai Schoppe, Sebastian
Prante, Arne Moos, Knut Veltjens, Peter
Wirth und Jens Fischer. Obwohl sich in England erste krasse
Differenzen (insbesondere zwischen Drummer Arne und Keyboarder Knut)
zeigen, wächst die Band enger zusammen und zurück in
Deutschland werden die Konzerte häufiger.
1995 erscheint der zweite Sampler "Ska Trax - The Next Generation" des
Heidelberger Heatwave Labels, auf dem auch Somersault mit den
Demoaufnahmen von "Dream Of Tomorrow" und "Ska Rule" vertreten ist.
Eine interessante Zusammenstellung vieler junger aufstreben der
Skabands aus der Bundesrepublik. Neben Somersault mit dabei: Loaded,
beNuts, Spicy Roots u.v.m.
Vom 16.-23.12.1995 begibt sich die Band dann erneut ins Studio, um die
Promotion-CD "Unite?!"
einzuspielen. Enthalten sind die sechs Songs "Bonehead" (Fischer), "Big
Bill" (Fischer/Schoppe), "Summertime" (Veltjens/Schoppe), "Lousy
Morning" (Fischer/Schoppe), "Good Old Boys"
(Veltjens/Böhmer/Schoppe) und "Skalop" (s.o.). Am 17.05.1996
wird "Unite?!" im ausverkauften Wiesbadener Schlachfhof vorgestellt. Im
Laufe der folgenden Jahre kann Somersault dank der stark vernetzten
deutschen Ska-Szene in ganz Deutschland auftreten. Von Wiesbaden,
Mainz, Frankfurt, Aschaffenburg, Würzburg, Marburg, Heidelberg
über Heilbronn, Delitzsch, Ilsenburg, Gera, Jena, Berlin, bis
Cottbus und in vielen anderen Städten
setzen Somersault hessische Skaakzente. Foto links v.l.n.r.: Peter
Wirth, Jens Fischer, Andreas Winkler, Kai Schoppe und Jan
Fischer vor den Resten der Berliner Mauer, ein Tag vor dem Gig mit
Beatbusters im Pfefferberg, Berlin 1995. Tradition ist es,
kanisterweise Apfelwein von der Bühne au szuschenken
- sehr zum Gefallen der Zuschauer. In besonderer Erinnerung werden
sicherlich solche Konzerte bleiben, bei denen Somersault die
Bühne mit so namhaften Größen wie "Burning
Spear", "Laurel Aitken", "Dennis Brown", "Bad Manners", "The
Hotknives", "Dr. Ring-Ding" oder "Dub Syndicate" teilen durfte. Foto
rechts zeigt Somersault (Kai Schoppe, Andreas Winkler, Sebastian
Prante) beim Gig mit Loaded im Heidelberger Schwimmbad Club 1995.
1997 erscheint der Sampler "My
private Wiesbaden" - enthält "Bus-Stop Girl" (s.o.). Kurz
später wird die CD aus rechtlichen Gründen vernichtet
und darf im Handel nicht mehr verkauft werden.
Mittlerweile hat Saxophonist Prante die Band aus privaten
Gründen verlassen. Erst nach einigen nicht
erwähnenswerten Nachfolgern, füllt der junge
Saxophonist Claus
Weyrauther die Lücke und macht den
Bläsersatz wieder vollständig. In dieser Besetzung
wird von August bis September 1998 die erste Fullt ime CD "bangarang" in M. Teskes
Bazement-Studio in Strinz Trinitatis eingespielt. Die 11 Tracks sind
"Who Shot Peter Tosh?", "Was Ist Passiert?", "Fruit Fresh", "Black
& White Unite", "Share It", "Lächerlich", "Ska Train",
"Feel Alright", "Strawberry Girl", "Mexico" und "Black & White
Dub". Musikalisch hat sich Somersault inzwischen mehr
in Richtung Reggae und Rocksteady entwickelt - midtempo Songs
werden häufiger. Ende 2000 wird "bangarang"
mit neuem Design in einer Auflage von 500 Stk erneut aufgelegt.
Über 100 Konzerte später kommen dann immer
stärkere musikalische, berufliche und private Differenzen
zwischen einzelnen Bandmitgliedern zum tragen. Viel zu spät
trennt man sich vom cholerischen Keyboarder Veltjens - Moos will seine
Freiheiten und auch Winkler verlässt Somersault und sucht sein
Glück bei der Wiesbadener Ska-Combo Frau Doktor. Ab jetzt
übernimmt Weyrauther
Tasten und Saxophon, für Moos kommt Schlagzeuger Christian Hähnlein,
Ex-Drummer der Hip-Hop/Crossover Band Lyrical Bumrush. Wenig
später stößt Gitarrist Thomas Bär
als Solo-Verstärkung dazu. Als Tour-Unterstützung und
für den Verkauf ist Jans Jugendfreund Thorsten Feuerbach
mit an Bord gekommen. Für kurze Zeit steht auch Posaunistin
Katrin Schollmeyer und der bayrische Saxophonist Valentin Huber mit
Somersault auf der Bühne. Mitte 2000
verlässt schließlich auch der Frontmann u nd
Sänger Jens Fischer die Band. Spätestens jetzt ist
das einstige Grundgerüst der Band nicht mehr vorhanden. Foto
rechts zeigt Somersault vor einem Gig in Marburg am 29.07.2000.
V.l.n.r.: Kai Schoppe,
Thomas Bär, Peter
Wirth, Christian
Hähnlein, Valentin Huber, Katrin Schollmeyer, Claus Weyrauther und Jan Fischer.
Huber und Schollmeyer verlassen nach wenigen Monaten die Band. Als
Verstärkung des Bläsersatzes kommt Posaunist Sven Hechler
dazu. Höhepunkt des Umschwungs bei Somersault ist neben den
zahlreichen Umbesetzungen schließlich die Trennung vom
Bandnamen selbst. Bei einem sehr gelungenen Konzert im Wiesbadener
Schlachthof am 31.05.2001, gibt die Band dann ihren
neuen Namen preis: "Dubplate48".
Und seit dem 01.06.2001 ist die Umbenennung perfekt. Die Stunden vor
dem Auftritt und die auf der Bühne können sicher als
ein Wechselbad der Gefühle beschrieben werden. Es folgt ein
weiterer viel versprechender Gig im Hofheimer Jazzkeller, 03.06.2001.
Dubplate48 sind im Juni 2001: Jan
Fischer (vocals, guitar), Claus
Weyrauther (keys, organ, backing voc.), Peter Wirth (bass),
Thomas Bär (lead-guitar), Kai
Schoppe (trumpet), Sven
Hechler (trombone) und Christian Hähnlein
(drums, backing voc.)
Das Repertoire entwickelt in dieser Zeit mehr und mehr in Richtung
Reggae. Es entstehen Weedtunes wie "Henry The Herbalist", Fun-Reggae
Tracks wie "Reggae Festival" und "Music Of Jamaica" und als
Folge des Terroranschlags auf das World Trade Center am
11.09.2001 kritische Lyrics wie im Song "Terrorism". Reggae und Ska
sind eben nicht immer nur gute Laune Mucke. Die Arrangements bieten
jetzt auch Raum für Backing-Vocals und Dubeffekte. Deshalb
verstärkt sich die Band Ende 2002 mit den
Sängerinnen Silvia Ullrich und Sandra Beddegenoots.
Für den Live-Sound zuständig ist jetzt Timo Willecke.
Und um auch dem Bäsersatz wieder die gewünschte
Stärke zu verleihen, stößt im
Frühjahr 2003 Trompeter Attila Pinter zur
neunköpfigen Reggae-Formation.
Am 07.02.2003 ist es dann endlich soweit: Die erste CD
erscheint unter neuem Namen und die Band meldet sich zurück
auf der Bildfläche. "Night
In Kingston" heißt der Silberling, mit fast 74
Minuten Reggae, Ska&Co gefüllt. Somit geht ein Jahr
harter Arbeit für die Band zu Ende. Im Hochsommer 2003
verlässt dann Gitarrist Bär Dubplate48. Sein
Nachfolger wird der junge Gitarren-Virtuose Erik Stei.
Ende 2003 verlassen die Sängerinnen Ullrich und Beddegenoots
aus beruflichen Gründen die Band. Seit Februar 2004
sind Rachel Kaiser (Wiesbaden) und die Mainzer Uta Thiel bei D48
für den Backinggesang zuständig.
Ein aktuelles Bandinfo
findest Du hier.
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CD "Unite?!" (1996)
6 Tracks:
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[01] Unite?!
[02] Bonehead
[03] Big Bill
[04] Summertime
[05] Lousy Morning
[06] Good Old Boys
[07] Skalop
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CD "bangarang" (1998)
11 Tracks:
:
[01] Whot Shot Peter Tosh?
[02] Was Ist Passiert?
[03] Fruit Fresh
[04] Black & White Unite
[05] Share It
[06] Lächerlich
[07] Ska Train
[08] Feel Alright
[09] Strawberry Girl
[10] Mexico
[11] Black & White Dub
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CD "bangarang" (2000)
Neuauflage von 1998:
:
[01] Whot Shot Peter Tosh?
[02] Was Ist Passiert?
[03] Fruit Fresh
[04] Black & White Unite
[05] Share It
[06] Lächerlich
[07] Ska Train
[08] Feel Alright
[09] Strawberry Girl
[10] Mexico
[11] Black & White Dub |
To be continued!
(Text: der Fisherman, Fotos: diverse)
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